elisabeth masé
                        
                     
 
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Manuel Jennen; Ruhrnachrichten

Ruhrnachrichten, 26. 01. 2011.

MÜNSTER Das Engelmädchen hat weiße Flügel, aber die funktionieren offenbar nicht. Sie ist so weit gelaufen, dass ihre Füsse nur noch Blutlachen sind.

Es ist eine oft verstörende Bildwelt, die Elisabeth Masés in ihrer Ausstellung im Kunstbuchverlag Kleinheinrich aufschließt. Frauen und Kinder sind auf den Aquarellen in extremer körperlicher Verletzlichkeit zu sehen. Blut fließt an den nackten Körpern hinunter, Gliedmaßen fehlen oder sind durch Tierköpfe und Spinnenbeine ersetzt. Das Wort „Inzest“ prangt auf einem Bild mit zwei Wölfen. Niedliche Putten sind teuflisch verfremdet. Eine große Auseinandersetzung mit Traumata? Mit Missbrauch, Angst vor Sexualität?

Menschliche Zustände

„Ich zeige Zustände, die viele Menschen kennen oder in die sie sich hineinversetzen können", sagt die Malerin. „Natürlich geht es um Traumata, aber es ist auch nicht alles negativ".

Tatsächlich zeigen etwa die Tierfrauen ein weites Spektrum an Rollen. Es gibt die Frau mit dem Eselskopf, die betrogene, belastete, ausgenutzte. Daneben prangt aber auch die Frau mit dem Löwinnenkopf. Blut läuft aus ihrem Maul, offensichtlich ist sie eine erfolgreiche Jägerin. Und es gibt die Grazile, die sich ein Schwanenkostüm übergeworfen hat. Verführerisch lockt ihr Leib unter dem Vogelmantel – aber die notdürftig zusammengeflickte Federbrust zeigt, dass die elegante Maskerade eine mühselige Show ist. Die roten Fäden auf den Bildern sind nicht gemalt, sondern ins Papier gestickt.

Auf dem Sprung nach Texas

Elisabeth Masé kommt aus Basel, lebt zurzeit in Bielefeld und ist auf dem Sprung in die USA. Mit ihrem Mann zieht sie nach Marfa in Texas. In dem Künstlerstädtchen wurde der Film „Giganten“ mit Elizabeth Taylor und James Dean gedreht, außerdem lebte dort der Bildhauer Donald Judd. Ein Wechsel, auf den sie sich freut.

Zuvor gibt es bei im Verlag Kleinheinrich jedoch nicht nur die Ausstellung, sondern wie immer auch ein bibliophiles Künstlerbuch. Unter dem Titel „Der Hibiskus blutet" erscheinen die Aquarelle sowie Kurzgeschichten und Gedichte der Malerin in einer Sammlerauflage von 300 Exemplaren.
 

Ruhrnachrichten