elisabeth masé
                        
                     
 
critics and press
 
200 Frauen (Please click to read more)

Interview MATRIX 4/2016 (46)

Empathie und Anarchie

Mützenfalterin (Blog)

die poesie der beschreibung

Auch die Vorschau ist Wirklichkeit

Una ragione per amare l'Amerika di Masé allo Studio Tommaseo 18.08.2017

Im Gespräch: Elke Engelhardt redet mit der Künstlerin Elisabeth Masé

Fix Poetry, 27.07.2017

Ausgestickt und ausgestellt NW 18.07.2017

Mit „Das Kleid“ schafft die Künstlerin Elisabeth Masé eine soziale Skulptur

Körperkleider zwischen Kunst und Mode

Geschichte aus zinnoberrotem Faden

Erzählstoff

Knoten, Verflechtungen und Anfänge

Gratwanderung inmitten des Grauens

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Elisabeth Masé - Faszinierend, irritierend. Künstler-Lexikon widmet Malerin ein Heft

Studiengalerie neu ausgebaut

Träume von Menschen

Die Musen der Malerin Elisabeth Masé

kunst:stück

  Mützenfalterin (Blog)
Elke Engelhardt

Der Hibiskus blutet – Elisabeth Masé
Fäden und Fadenscheinigkeit, überall wo erzählt wird. Wir weben Muster weiter, trennen sie auf. Die Geschichte von Penelope ist auch die Geschichte vom Erzählen. Die Grundbedingung dafür im Erzählen eine Heimat zu finden.
Elisabeth Masé hat den roten Faden in manche ihrer Bilder gestickt. Mutterbilder einer anderen Art, verschlossene Münder und statt neuem Leben den Tod im Schoß.
Fäden, die mich an Ariadane und Penelope erinnern, an Annegret Soltau und natürlich an Louise Bourgeois: die Spinne als Mutter, das Netz von Familie und Kindheit, in dem wir gleichzeitig gefangen und geborgen sind.
Und vielleicht geht das alles auf diesen Faden zurück mit dem wir am Anfang unseres Lebens verbunden sind: die Nabelschnur.
Diese Verbindung: Verletzung und Heilung zugleich. Ausdruck unserer Doppelnatur, oder unserer Verlorenheit zwischen gegensätzlichen Polen.
Dass die Zeichnungen so zart und fein sind, macht die Gewalt in ihnen noch grausamer, zerstörender. Weil sie nichts zerstört, die Bilder bleiben fein und zart. Das Böse macht seinen Hintergrund nicht hässlich, die Trennlinie ist nicht so einfach auszumachen. Und das macht die Gewalt in diesen Zeichnungen noch … Ja, was eigentlich? Sanfter? Erträglicher? Zwangsläufiger?
Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass die zarten Zeichnungen eine besondere Verbindung eingehen mit der darin ausgedrückten Gewalt. Seit einigen Jahren malt Elisabeth Masé auch mit Worten und so findet man in diesem wunderschönen Buch neben den von Martin Brockhoff sorgfältig abfotografierten Zeichnungen die titelgebende Geschichte “Der Hibiskus blutet”, “Think Pink” , zwei Geschichten voller Farben, auch Gedichte. Eines davon beschreibt perfekt die Stimmung, die das gesamte Buch und die dort versammelten Zeichnungen bestimmt:
Kinderlied
Mein Haus hat ein Fenster,
ein Fenster aus Blei.
Ich wart auf Gespenster
und lege ein Ei.
Bald wird man mich bitten,
ans Fenster aus Blei.
Ich drohe mit Tritten
und Kindergeschrei.
Im Frühjahr zersägst du
mein Fenster aus Blei.
Ich beiß dich, ach leck mich,
verschluck dein Geweih.
Im Sommer da treib ich
im feuchtwarmen Nest.
Ich plag dich, du jagst mich
und bist nicht mehr nett.
Im Herbst fall ich lallend
gefallenes Laub
und schließ meine Augen
und werde zu Staub. 



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