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Mit „Das Kleid“ schafft die Künstlerin Elisabeth Masé eine soziale Skulptur

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  Mit „Das Kleid“ schafft die Künstlerin Elisabeth Masé eine soziale Skulptur
Stefan Brahms

Mit „Das Kleid“ schafft die Künstlerin Elisabeth Masé eine soziale Skulptur
Das Großprojekt bringt die verschiedenen Künste genauso zusammen wie Flüchtlingsfrauen, Bielefelderinnen und zahlreiche Kulturakteure

25.04.2017
Bielefeld. Acht Flüchtlingsfrauen und ebenso viele Bielefelderinnen werden ab Juni zwei von Maria Grefe geschneiderte Kleider aus grauem Leinen gemeinsam mit roten Fäden besticken – mit ihren ganz eigenen, freigewählten Motiven. Dabei tragen sie selbst einheitliche rote Kleider, die von Alamin Ahamad, einem 24-jährigen Flüchtling aus Bangladesch, der im Bielefelder Textilunternehmen Fast 52 eine Anstellung gefunden hat, geschneidert wurden.

„Das Kleid“ hat die in Berlin lebende und einst in Bielefeld beheimatete Künstlerin Elisabeth Masé ihre „soziale Skulptur mit interkultureller Werkstatt“ betitelt, die sie erstmals in Berlin aufgelegt hat. Die Idee dazu kam ihr, als sie eine Reihe düsterer Bilder von kleidertragenden Frauen ohne Gesicht gemalt hatte, die aus allen möglichen Epochen stammen und in allen möglichen Stilen von ihr gemalt wurden. „Ich wollte mehr mit ihnen machen, die Kleider lebendig werden lassen, sie mit einem sozialen und ästhetischen Patchwork überziehen“, sagt Masé. Jetzt bringt sie ihre soziale Skulptur nach Bielefeld.

Mit ihrem Projekt will Masé ganz bewusst Grenzen überschreiten. „Kunst und Kunsthandwerk, verschiedene Malstile, Musik, Performance und Film finden in dem Projekt ebenso zueinander wie verschiedene Individuen und ihre ganz eigenen Lebensgeschichten“, betont sie. Eine Vorbesichtigung ihres Projekts ist ab dem 29. April im Künstlerinnenforum OWL-Bielefeld möglich. Cordula Fink-Schürmann, Vorsitzende des Forums, war es, die Masé für das Bielefelder Projekt gewonnen hat und die als Kuratorin die Fäden zur Kunsthalle, zum Kunstverein und zur Capella Hospitalis knüpfte, die nun neben einigen Sponsoren das Projekt mittragen.


Zu sehen sind an der Stapenhorststraße ab 29. April zunächst zwei von Masés dunklen Kleider-Bildern, ein fertig besticktes Kleid aus dem Berliner Projekt sowie Fotos der Frauen, die ab Juni – je nach Wetterlage im oder am Museum Waldhof – gemeinsam die zwei Kleider besticken werden. Masé: „Wir geben kein Thema vor, sie sollen ihre persönlichen Geschichten in das Kleid sticken, animieren aber ausdrücklich zur Zusammenarbeit.“

Bei dieser Arbeit wird die Werkstatt am Waldhof für einen Monat selbst zu einer Performance. Alle Frauen tragen die von Alamin Ahamad genähten roten Kleider bei der Arbeit. „So werden ihre sozialen und kulturellen Unterschiede vorübergehend aufgehoben“, sagt Masé. Zuschauer seien erwünscht, die Mitarbeit sei möglich. Die Arbeit selbst wiederum wird gefilmt und fotografiert. Für die Frauen gibt es am Ende zudem ein Shooting in den von ihnen bestickten Kleidern. Am Ende mündet alles in eine finale Ausstellung, die ab 15. Juli bis zum 1. August im Künstlerinnenforum zu sehen sein wird. Eine Podiumsdiskussion, der Kurzfilm „Das Kleid“ sowie das Cello-Techno-Stimmen-Konzert mit dem Titel „Maikäfer flieg“ von Valentin Masé und Willem Schulz (siehe Kasten) ergänzen das Projekt. „Für mich liegt der große Reiz dieser Arbeit von Elisabeth Masé darin, dass so viele unterschiedliche Ausdrucksformen zusammengeführt werden, sich im Dialog verbinden und eine Wechselwirkung erzeugen“, betont Fink-Schürmann.

Da muss was dran sein, denn auch in Boston hat eine Galerie bereits Interesse an „Das Kleid“ bekundet.

Eine Vorschau auf das Projekt gibt es am Sa., 29. April, ab 17.30 Uhr im Künstlerinnenforum, Stapenhorstr. 73.

Ab Sonntag, 11. Juni, arbeiten die Frauen bis zum 24./25. Juni immer samstags und sonntags jeweils von 12-19 Uhr im oder vor dem Kunstverein, Welle 61, an den beiden Kleidern. Zuschauen erwünscht, Mitarbeit möglich.

Am 18. Juni um 20 Uhr läuft in der Capella Hospitalis der Kurzfilm „Das Kleid“. Anschließend Cello-Techno-Stimmen-Konzert unter dem Titel „Maikäfer flieg“ mit Valentin Masé und Willem Schulz sowie vier Stimmen.

Am 25. Juni gibt es um 11 Uhr eine Podiumsdiskussion in der Kunsthalle u.a. mit der Künstlerin Elisabeth Masé.

Die finale Ausstellung wird am Samstag, 15. Juli, 11 Uhr im Künstlerinnenforum eröffnet. Zu sehen ist sie bis zum 1. August. Geöffnet jeweils Mi. und Do. von 10 bis 14 Uhr.

interkulturelle Werkstatt im Bielefelder Kunstverein