elisabeth masé
                        
                     
 
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Manfred Strecker, Neue Westfälische

Kunstverein und Kunsthalle in Bielefeld zeigen Bildnisse von Elisabeth Masé

Neue Westfälische 23. 03. 2007


Bielefeld. Ein gelungenes künstlerisches Porträt spricht wahr, es schmeichelt nicht. Dieser Leitlinie folgt die in Bielefeld lebende Schweizer Malerin Elisabeth Masé. Wen sie ins Bild setzt, erfährt Neues, vielleicht Abgespaltenes über sich. Das ist verschmerzbar. Er oder Sie, sonst womöglich Alltagsmenschen mit beschränktem Wirkungskreis, rücken ein in die „ewige" Erinnerung, die die Kunst den Porträtierten bereitet - ins Pantheon der Unsterblichten.

„Die Unsterblichen" heißt eine Doppelausstellung, die der Bielefelder Kunstverein und die Studiengalerie der Bielefelder Kunsthalle Masé ausrichten. Gezeigt werden knapp 40 Gemälde einer seit dem Jahr 2000 entstehenden Werkgruppe, die zunächst mit Bildern von Kindern einsetzt. Ihre Bilder von Erwachsenen entwickelt Masé mehr und mehr in surrealistischen Szenarien, womit sie, wie die stellvertretende Leiterin der Bielefelder Kunsthalle, Jutta Hülsewig-Johnen, meint, dem Genre der Bildniskunst eine neue Spielart abgewinnt.

„Was ich male, ist mein Traum von den Menschen, die ich porträtiere", sagt die Künstlerin. Wie im Traum fehlt es nicht an rätselhafter, drastischer Symbolik in den Bildern. Den Schweizer Künstler Not Vital, in der Bielefelder Kunsthalle ausgestellt, porträtiert sie rumpflos als schwebenden Kopf im Halbprofil. Ein abgeschnittenes Ohr -eine kunsthistorische Reminiszenz an van Gogh - liegt auf einem schwarzblauen Samttuch, das ein Tischchen bedeckt.

Auf einem anderen Gemälde sieht man MARTa-Direktor Jan Hoet im Gewand eines Pierrot. Blut fleckt unter seiner Achsel. Der Ausstellungsmacher steht hoch über einer Gruppe von Personen, ohne Beziehung zueinander, nur über Bänder mit Hoet verbunden.

„Jeder Mensch ist wie ein Roman, in dem ich lese", sagt Elisabeth Masé. Ihrer Malerei gehen oft Studien, zum Beispiel Aquarellskizzen, voraus. Die Beschäftigung mit ihren Modellen ist intensiv und braucht Zeit, bis sich ihr inneres Bild der Person, deren Eigenart, die sie unsterblich macht, plötzlich herauskristallisiert. Ihre Modelle seien ihre Musen. „Ich bin dankbar für ihre Eigenarten."

Masé, geboren 1959 in Basel, ist vor allem durch Installationen in der Schweiz bekannt geworden. Für die Kultur- und Begegnungsstätte „Capella hospitalis" in Bielefeld hat sie das Licht-Raum-Konzept entwickelt, im Museum Waldhof des Bielefelder Kunstvereins hat sie im Sitzungsraum im Keller die Tisch-Bank-Installation „Der Morgen" entwickelt.

„Die Unsterblichen", ohne die Zeichen der Vergänglichkeit, wie sie die Malerei seit jeher kennt, bleiben Masés Porträts nicht. Die Büste einer Frau versetzt sie in ein Blumenbouquet, in einem Vorhang bildet der Totenkopf das rapportierende Muster.